KINDERRECHTE – ihre Rechte, unser Auftrag

!!! Auch der Kinderrechtekongress ist von der Corona-Pandemie betroffen. Daher wird der geplante Kongress um ein Jahr in den September 2021 verschoben !!!

                                           


aufwachsen-gerecht-gestalten • Kinderrechte in Alltag und Politik
 

Kinder sind einerseits vollwertige Akteure ihres eigenen Lebens vom ersten Tag an, also Träger aller Grundrechte aus unserer Verfassung, wie andererseits in besonderer Weise schutzbedürftig - je jünger, desto mehr. Daher der spezifische Aufschlag einer Kinderrechtskonvention als Konkretisierung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte für eine besonders schutzbedürftige Gruppe.

Eine von den Kinderrechten ausgehende Politik muss daher auch beides sein:     

  • Politik mit und von Kindern als vollwertige Akteure ihrer Interessen, mit Formaten und Konzepten, die dieses Versprechen auch real einlösen: Kindern die Formulierung, Vertretung und Durchsetzung ihrer Interessen tatsächlich ermöglichen - in diesem Sinne eine Politik von Kindern.

  • und eine Politik für Kinder, eine Politik also, die in generationaler Verantwortung Erwachsener dafür sorgt, fundamentale Interessen der nachwachsenden Generationen zu vertreten; dieses betrifft „gelingendes Aufwachsen“, aber auch Handeln und Denken im Sinne von Nachhaltigkeit für in Zukunft lebende Kinder und junge Menschen.

Beide Politikperspektiven müssen die Tatsachen sozialer Ungleichheit zur Kenntnis nehmen, unter anderem wie gerade Armut in ihren vielfältigen Ausprägungen für das „Nichtgelingen“ von Aufwachsen ursächlich sein kann. 

Idee  und Organisation

Der Kongress will Raum und Rahmen bieten, über Bedeutung und Praxis der Kinderrechte zu debattieren, und kritisch danach fragen, was und wie in Recht gegossene Kinderrechte konkret dazu beitragen, allen Kindern ein gelingendes Aufwachsen zu ermöglichen. 

Anhand von konkreten Beispielen aus Kassel wie auch anderen Regionen der Bundesrepublik Deutschland kann diese Frage untersucht und diskutiert werden; und dies nicht nur mit Fachkräften aus Schule und Jugendhilfe, Verantwortlichen aus Kommunal- und Landespolitik sondern ebenso mit Kindern, Jugendlichen und Eltern selbst.

Die Zusammenarbeit von kommunaler Praxis, Wissenschaft und Politik in der Organisation dieses fünften Kinderrechtekongresses von OUTLAW.die Stiftung bietet dafür hervorragende Möglichkeiten:

  • zum einen, um die  Praxis in einer Kommune zu beleuchten, in der Politik von Kindern und Politik für Kinder konzeptioniert und realisiert wird;

  • zum anderen, um grundlegende Befunde und Konzepte zur gesellschaftlichen Praxis einer Politik (und Pädagogik) von Kindern und für Kinder kritisch zu diskutieren.

Der Kongress wird daher nicht einem linearen Ablaufschema folgen (z.B. Vortrag im Plenum, Arbeitsgruppen, Vortrag im Plenum usw.), sondern es werden verschiedene Themen für unterschiedliche Zielgruppen parallel angeboten werden, wie auf einem lebendigen und pulsierenden Marktplatz.

Ein zentraler Kinderrechtemarkt im Foyer des Hörsaalzentrums der Universität Kassel mit Info-Ständen, Verpflegungsmöglichkeiten, Speakers Corner, Bühne für Vorführungen und Diskussionsecken bildet den Mittelpunkt. Hier können die Teilnehmer*innen flanieren, sich informieren, Kontakt und Gespräche suchen; hier werden aber auch inhaltliche und kulturelle Veranstaltungen durchgeführt. Unter anderem werden hier auch die Eröffnung und der Abschluss stattfinden. Von hier aus sind die angrenzenden Räume in unterschiedlicher Größe und unterschiedlich eingerichtet (Aula, Seminar- und Gruppenräume etc.) schnell erreichbar, um vertiefend zu den angebotenen Themen zu arbeiten und diskutieren. 

Also ein Kongress nach dem Motto:

                                        Nicht alles muss für alle interessant sein, aber für alle wird „etwas dabei sein“.

Vor allem aber ein Kongress, der Stellenwert und Wirkung von Kinderrechten in Alltag und Politik kritisch untersucht und Perspektiven aufzeigt, Aufwachsen gerecht zu gestalten.